Der Zollpfad in der Bretagne, auch GR34 genannt, verläuft entlang der Küste auf fast 2000 km. Im 18. Jahrhundert zur Bekämpfung des Schmuggels entstanden, durchquert er heute 4 Departements: Ille-et-Vilaine, Côtes-d’Armor, Finistère und Morbihan. Jeder Abschnitt zeigt eine andere Bretagne, zwischen Klippen, Buchten und Fischerhäfen. Wanderfreunde nutzen oft verschiedene Campingplätze am Wasser, um einige Etappen zurückzulegen.
Hier die Geschichte des Pfades, seine schönsten Abschnitte und praktische Tipps zur Vorbereitung Ihrer Wanderung!

Die Geschichte des Zollpfads beginnt zur Zeit der Französischen Revolution. 1791 schafft die Nationalversammlung ein Zollkorps, das mit der Überwachung der Küsten betraut wird. Diese Beamten patrouillieren Tag und Nacht, um Schmuggler aufzuspüren, die Alkohol, Tabak und andere besteuerte Waren anlanden. Um ihre Runden zu erleichtern, wird ein schmaler Pfad entlang der bretonischen Küste angelegt.
Der Schmuggel geht im 19. Jahrhundert zurück, und der Pfad gerät nach und nach in Vergessenheit. In den 1960er Jahren entdecken die ersten Wanderer diese vergessenen Wege wieder. Der Französische Wanderverband zertifiziert den GR34 1968 offiziell. Seither pflegen ihn die Gebietskörperschaften und verbinden ihn Stück für Stück. Heute zählt er zu den beliebtesten großen Wanderwegen der Franzosen.
Unter den Abschnitten des Zollpfads in der Bretagne heben sich fünf Passagen deutlich hervor. Von Norden nach Süden zeigt jeder eine eigene Atmosphäre. Hier die bekanntesten Etappen des GR34:
Jeder Abschnitt erfordert zwischen 2 und 5 Wandertagen, je nach Ihrem Tempo. Sie können auch nur wenige Kilometer als Tagesausflug herauspicken, um den GR34 ohne Verpflichtung zu entdecken.
Unser Favorit: Nutzen Sie den GR34 am frühen Morgen, zwischen 6 und 8 Uhr. Die vom Sonnenaufgang rosa gefärbten Klippen, die Abwesenheit von Menschenmassen und der Gesang der Brachvögel verwandeln die Wanderung in eine reine Auszeit. Bewahren Sie eine Thermoskanne Kaffee für eine Pause auf einem Felsvorsprung mit Meerblick auf: ein unvergesslicher Moment im Herzen des bretonischen Pfades.
Die Vorbereitung einer Wanderung auf dem GR34 hängt von Ihrem Ziel ab: ein Tag, ein Wochenende oder der gesamte Pfad. In jedem Fall bleiben einige Grundregeln unumgänglich:
Gut zu wissen: der Französische Wanderverband veröffentlicht eine Reihe von Wanderführern nach Departement. Diese Führer erweisen sich als wertvoll, um Ihre Etappen zu markieren.
Der GR34 bleibt für jeden körperlich fitten Wanderer zugänglich. Manche Abschnitte, wie die der Halbinsel Crozon im Finistère, führen ständig auf und ab. Rechnen Sie mit 15 bis 20 km pro Tag in ruhigem Tempo.
Die beste Zeit, um den GR34 zu erwandern, liegt zwischen Mai und September. Das bretonische Klima ist dann milder, die Tage länger und die Vegetation in voller Blüte. Mai und Juni bestechen durch ihr sanftes Licht und die Blüte des Ginsters. Im Juli und August kann man trotz stärkerem Andrang während der Etappe baden.
Der September bleibt eine der besten Optionen. Die Temperaturen bleiben angenehm, die Herbstfarben ziehen ein, und die Touristen werden seltener. Im Winter werden manche Abschnitte rutschig, sogar gefährlich bei starken Gezeiten. Bereiten Sie stets angemessene Kleidung vor, denn das bretonische Wetter ändert sich schnell. Eine Windjacke, eine leichte Hose und ein Hut erweisen sich zu jeder Jahreszeit als nützlich.
Lust, den Zollpfad selbst zu entdecken? Sehen Sie sich unsere verschiedenen Campingplätze am Wasser in der Bretagne an und gestalten Sie Ihre perfekte Route! Buchen Sie Ihren Aufenthalt im Ille-et-Vilaine, in den Côtes-d’Armor, im Finistère oder im Morbihan!
Der Zollpfad in der Bretagne erstreckt sich über etwa 2000 km. Er verläuft entlang der Küste vom Mont-Saint-Michel im Ille-et-Vilaine bis nach Saint-Nazaire in der Loire-Atlantique. Diese Länge macht ihn zu einem der längsten Fernwanderwege Frankreichs. Viele Wanderer bevorzugen es, ihn in Abschnitte zu unterteilen, anstatt ihn am Stück zu erwandern.
Nein, der GR34 ist ausschließlich zu Fuß begehbar. Der Pfad ist dem Wandern vorbehalten und führt regelmäßig über enge Passagen, Treppen und felsige Klippen, die mit dem Fahrrad nicht vereinbar sind. Um entlang der bretonischen Küste zu radeln, sollte man sich eher an der Vélomaritime (EV4) oder La Littorale orientieren, speziellen Radrouten.
Um den gesamten Zollpfad zu erwandern, muss man bei 20 km pro Tag mit 2 bis 3 Monaten rechnen. Die meisten Wanderer bevorzugen einen etappenweisen Ansatz und widmen ein oder zwei Urlaubswochen einem bestimmten Abschnitt. Jeder Abschnitt eignet sich für eine eigenständige Reise, ohne die Verpflichtung, alles am Stück zu erwandern.
Ja, der GR34 eignet sich für Familien, sofern man den Abschnitt gut wählt. Die flachen Abschnitte des Golfs von Morbihan oder der Bucht von Saint-Brieuc lassen sich leicht mit Kindern über 6 Jahren zurücklegen. Vermeiden Sie die schwindelerregenden Passagen des Cap Fréhel oder der Pointe du Raz mit kleinen Kindern, da diese zu exponiert und rutschig sind.
Nein, wildes Campen ist auf dem bretonischen Küstenstreifen verboten. Das Gesetz schützt diese empfindlichen Naturräume. Um in der Nähe des GR34 zu übernachten, orientieren Sie sich über unsere Website an einem Campingplatz.
Quellen: